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Die Jehmlichorgel der Apostelkirche findet ein neues Zuhause

Erstellt am 03.06.2018

Am 1. Sonntag nach Trinitatis nahm eine kleine Abordnung aus Querenburg an der Orgelweihe der Jehmlichorgel OPUS 976 teil, die 1977 in der Apostelkirche im Kirchenforum erstmals erklang und nun mit einem neuen äußeren Gewand und neu intoniert in der Osterkirche in Klein-Offenseth Sparrieshoop feierlich in den Dienst gestellt wurde. Während das Gehäuse der neuen Kirchenarchitektur angepasst wurde, blieben die musikalischen Eigenschaften weitgehend unverändert erhalten, um die Herkunft des Instrumentes zu würdigen. Von den 1712 Pfeifen sind 12 große Pfeifen sichtbar verbaut. Diese symbolisieren die 12 Apostel und stellen so eine Beziehung zum ersten Standort der Orgel, der Apostelkirche im Kirchenforum her. Neu hinzugekommen ist eine elektronische Setzeranlage und ein von außen sichtbarer Zimbelstern mit Schalenglöckchen.

Der Organist Paul Raab, der die Orgel aus seiner Zeit in Bochum gut kannte und sie dort auch schon bespielt hat, stellte im feierlichen Gottesdienst neben den Gemeindechorälen die Orgel auch mit zwei großen Orgelwerken vor: mit der Toccata F-Dur von Buxtehude und der Choralfantasie „Nun danket alle Gott“ von Karg-Elert.

In seinem Grußwort erinnerte Pfarrer Zimmer an die schon bewegte Geschichte, die das Instrument mit in die Osterkirche bringt. Bei vielen Gottesdiensten, Andachten und Konzerten erfreute und tröstete die Musik Menschen in Querenburg. Das wünschte Pfarrer Zimmer nun auch für die Zukunft in der Osterkirche.

Am Nachmittag fand ein Orgelkonzert statt, bei dem Kantor Lukas Maschke aus Billerbeck Werke von Bach, Böhm, Vivaldi und Bizet zu Gehör brachte.

Für die Querenburger begann der Tag mit dem Gefühl der Trauer um Verlorenes, endete aber versöhnlich in der Gewissheit, dass die Orgel eine gute neue Heimat gefunden hat nicht zuletzt, weil sie in der Person von Paul Raab von jemanden gespielt wird, der auch ihre Herkunft kennt und zu schätzen weiß.

So wünschen wir der Gemeinde der Osterkirche viele gesegnete Anlässe, bei denen die „neue alte“ Orgel zum Lobe Gottes erklingt. 

Ulrike Frielinghaus, Kirchmeisterin (Text und Foto)

Weitere Informationen zur ehemaligen Orgel der Apostelkirche findet man auf der Webseite
https://www.orgel-sparrieshoop.de/ .

Jehmlichorgel der Apostelkirche in der Osterkirche in Klein-Offenseth Sparrieshoop

Fotos im Seitenkopf: © Canan Maaß